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Ein Seminar für getrennte Elternteile liegt hinter uns.

Am 12. und 13. September haben wir in Frankfurt mit einer Gruppe Männer und Frauen gearbeitet.

Informationen zu den psychologisch bedeutsamen Bedürfnissen von Kindern, ihren Entwicklungsverläufen, zu Rechten der betroffenen Kinder und Jugendlichen auf der einen Seite und deren Berücksichtigung durch die Praxis der Behörden und Gerichte auf der anderen Seite bildeten den Auftakt.

Die sichtbar werdende erhebliche Diskrepanz erzeugte Nachdenklichkeit bis Erschrecken bei den Teilnehmern. Ihnen wurde einsehbar, womit sie insbesondere für ihr eigenes Wohlergehen – und natürlich erst recht für das ihrer Kinder – für die Zeit nach einem Verfahren rechnen müssen, an dessen Ende eine Entscheidung oder vollstreckbare „Einigung“ droht, nach der die Elternteile aller Erfahrung nach im Konflikt verharren werden und/oder den Zugang zu ihrem Kind ganz oder teilweise auf Dauer verlieren.

Für alle gemeinsam wie in Einzelgesprächen wurden sodann eigene mögliche verantwortliche Verhaltensweisen entwickelt, durch die betroffene Elternteile oder für das Kind Verantwortliche das jeweilige gerichtliche Verfahren effektiv so beeinflussen können, dass es zur Befriedung um das Kind führen und damit zur Hilfe für die Gesamtfamilie werden kann. Im Idealfall also zB. bei Elterntrennung mit der Beibehaltung oder Rückübertragung ihrer vollen rechtlichen gemeinsamen Zuständigkeit für ihre Kinder ohne fortdauernde Eingriffe in Elternkompetenzen.

Durch die von vornherein begrenzte Teilnehmerzahl war ein intensiver auch die psychologischen Ausgangsbedingungen der einzelnen Teilnehmer berücksichtigender Lernprozess möglich. So der von allen Teilnehmern zum Abschluß des Seminars mit Gefühlen der Erleichterung berichtete Eindruck. Wir sind zuversichtlich, dass diese Eindrücke insbesondere im Hinblick auf die eigene Einstellung und Haltung der einzelnen Teilnehmer weitere Veränderungen auslösen oder stabilisieren können und es ihnen zunehmend gelingt, die grundsätzliche Eigenverantwortung für das Geschehen zurückzugewinnen.

Für uns wurde bei diesem 2. Wochenenseminar dieser Art  die große Bedeutung unterstrichen, die unser gebündelter Erfahrungsschatz aus langjähriger unterschiedlicher Berufserfahrung auf pädagogisch – psychologischem wie kindschaftsrechtlichem Gebiet hat, um Krisen auch bei schwierigen Ausgangsbedingungen mit friedlichen Mitteln beenden zu können.

Für uns selbst war dieses Wochenende ein weiterer wichtiger Fundus für den am 9. bis 11. Oktober in Päwesin beginnenden Kurs für angehende Verfahrensbeistände und andere Menschen, die an der professionellen Begleitung von Krisen um Kinder und Jugendliche herum interesssiert sind.

Es sind noch wenige Plätze frei. Wer also als nicht aktuell Betroffener von uns profitieren möchte, ist herzlich eingeladen.