Die nachfolgenden Impulse und Fragen stammen aus vielen Jahren meiner Lebens- und Berufserfahrung, so wie aus eigenem Studium verschiedener Fachrichtungen; sie erheben nicht den Anspruch der Vollständigkeit und wollen nicht weitere Aufklärungen unterbinden. Vielmehr möchte ich Sie damit einladen, sich dem Gedanken zu öffnen, dass die angeordneten Corona-Maßnahmen (Tragen von Masken, das Einhalten von Distanz, Isolation, …) nicht die einzigen, vor allem nicht die besten Maßnahmen sind, Kinder vor einer Infektion zu schützen.

Mit der Akzeptanz der Maßnahmen für die Kinder wird aus meiner Sicht ein erheblicher und kaum wieder gut zu machender Preis gezahlt – abgesehen von den rechtlichen Unstimmigkeiten, die an anderer Stelle beleuchtet werden.

Im Einzelnen hier ein kleiner Einblick in verschiedene Bereiche, die zu einer gesunden Entwicklung und Entfaltung der Kinder unabdingbar sind:

Körperliche Ebene: Kinder bewegen sich viel und gern. Entsprechend hoch ist ihre Atemfrequenz. Der Atem ist es, der ihren gesamten Körper mit frischer Luft versorgt, regeneriert und wachsen lässt. Genau dies wird aber durch das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen eingeschränkt. Auf wie viel davon kann verzichtet werden? Wie viele andere Keime, die dadurch Zutritt haben, sind akzeptabel?

Psychisch-emotionale Ebene: Ganz besonders, aber nicht nur, definieren jüngere Kinder ihr Selbst- und Weltbild aus dem, was sie er-leben. Ihr Bewusstsein ist bis zum Alter von 7 Jahren noch nicht so entwickelt, als dass sie kritisch hinterfragen könnten, was um sie herum geschieht. So wird alles, was geschieht, ihr „Programm“ fürs Leben. Wie muss es Kindern gehen, wenn sie in jungen Jahren signalisiert bekommen, dass sie eine Gefahr für Andere (Oma, Opa, Freunde …) sind? Welches Selbst-Wert-Gefühl kann entstehen, wenn sie sich selbst als „schwach, angreifbar, schutzbedürftig, krankheitsanfällig“ sehen?

Auch ein anderer Aspekt macht nachdenklich: Die Entwicklung von „emotionaler Intelligenz“ (verstehen und einfühlen in Andere, Verständnis von sich selbst …) ist nur möglich, wenn ich Mimik und Gestik meines Gegenübers wahrnehmen kann. Das gilt nicht nur für Säuglinge, die den beständigen Blickkontakt mit ihren nahestehenden Personen zum Überleben überhaupt benötigen.

Soziale Ebene: Um körperlich, emotional und geistig zu wachsen, ist es unabdingbar, dass Kinder die Gelegenheit haben, sich in einem Gegenüber zu spiegeln, sich mit ihm auseinander zu setzen und mit ihm ein Stück Leben gemeinsam zu er-leben. Nur so kann ein Gefühl von eigenem Wert, von eigener Verbundenheit zu sich selbst und ein Gefühl von Verbundensein mit Anderen entstehen. Grundlagen für eine positive Entwicklung der Gesellschaft. Durch die Regel der Abstandswahrung, bis hin zur Unterbindung von Begegnungen generell wird ein Gemeinschaftsgefühl ebenso, wie ein Gefühl eigener Bedeutung beeinträchtigt. Ist es das, was wir uns für die Zukunft wünschen?

Geistige Ebene: Sie sei hier an den Schluss gesetzt, weil mir alle anderen Bereiche als Grundlagen für eine „Entwicklung von Intelligenz“ erscheint. Kinder, die in den bisher genannten Bereichen blockiert sind, können nicht lernen. Ihre Gehirne fallen in eine Art „Schutzmodus“, welcher Wachstum unmöglich macht. Abgesehen davon sind es vielleicht Kleinigkeiten, die Kinder z.B. daran hindern, sprechen, lesen und schreiben zu erlernen. Wenn sie nämlich schlichtweg ihr Gegenüber akustisch gar nicht verstehen oder selbst Hemmungen haben, unverständlich zu reden.

Seit mehr als einem Jahr sind unsere Kinder diesen Maßnahmen mehr oder weniger stark ausgesetzt. Unwiederbringliche Lebenszeit! Unwiederbringliche Entwicklungszeit! Mehr als Erwachsene sind ihre Altersstufen verknüpft mit bestimmten Reife-Schritten, die nicht nachgeholt werden können!

Was kann also getan werden, wenn die bisherigen Maßnahmen nicht optimal sind? Was können Sie tun, um Ihre Kinder zu schützen?

Jedes Kind hat zunächst eine natürliche Kraft, eine natürliche Resilienz, es ist von Natur aus heil und ganz, so wie es sein soll. Um seine Stärke wachsen zu lassen, braucht es unser Vertrauen und Angenommensein. Wir sollten dafür Sorge tragen, dass es sich gesund ernähren kann, sich regelmäßig in frischer Luft bewegen kann, Kontakt mit Freunden und Familie haben kann, wenig Schädigungen ausgesetzt wird (Elektrosmog, Gifte …), ausreichend schlafen kann und so wenig wie möglich Stress erfährt. All das halte ich, auch wenn es sich noch so einfach und selbstverständlich anhört, als die wichtigste Prävention von gesundheitlicher Beeinträchtigung überhaupt.

Vielleicht möchten Sie mithelfen, Bedingungen für die Zukunft unserer Kinder zu schaffen, in der sie gesund an Leib und Seele aufwachsen können. Wir freuen uns auf all Ihre Inspirationen!

Um meine Gedanken zu untermauern, möchte ich hier noch auf einige Autoren hinweisen, auf die ich mich u.a. beziehe – auch dies nicht mit dem Anspruch auf Vollständigkeit:

Dr. Gerald Hüther, Dr. Rüdiger Dahlke, Prof. Lipton, Prof. Dr. Maaz uva. Zu finden in der Literatur, in podcasts oder auf youtube

Für den juristischen Umgang mit den Corona-Maßnahmen unter dem Aspekt der Einschränkung von Kinder-Grundrechten verweise ich auf unsere aktuellen Beiträge.

Maria Prestien

Mutter, Großmutter, Pädagogin, Ehe-, Familien- und Lebensberaterin